Saakje's Cottage
Die Stadt Thorwal

Thorwal

eine kleine Reise


Im Frühjahr am 29. Phex

Ein sonniger Tag, am Markt herrscht reges Treiben. Einige Fremde erschrecken fast als sie ein paar Orks durch die Straßen laufen sehen. Ihre Hände wandern unwillkürlich zu den Waffen. Doch die Einheimischen beachten diese kaum - und so bleibt alles friedlich. Fremde besuchen oft kurz den Tsa-Tempel nördlich am Platz, aber wirklich jeder will kurz die große Halle des Swafnirs sehen. Gewiß kein imposanter Steinpalast - und doch hat diese hölzerne Halle etwas Feierliches. Ein paar der Besucher verirren sich vielleicht auch in den Tsa-Tempel etwas weiter nordöstlich -abseits der Masse in etwas stilleren Gassen. Sehenswert ist vielleicht auch die Fremdenstadt im Westen auf der anderen Seite des Kanals. Doch die Gegend ähnelt ja den normalen mittelländischen Städten. Dann doch lieber auf dieser Seite des Kanals bleiben und sich doch vielleicht noch ein Ottaskin ansehen! Auf dem Weg zum Windzwinger-Ottaskin liegt das Gasthaus "Schwert und Zauberei". Obwohl es erst Nachmittag ist, ist schon ein buntes Publikum eingekehrt, Gesang ist zu hören.
Vom Umherwandern und Stöbern auf dem Markt erschöpft, klingt dies viel zu verlockend um vorbei zu gehen! Im Gasthaus sind kaum noch freie Tische - und so kommt es, das an einem der Tische ein wild zusammengewürfelter Haufen zu finden ist. Nicht nur zwei Thorwaler, auch ein Streuner, ein Zwerg, ein Magier, eine Hesinde-Geweihte und eine Hexe. Beim näheren Hinsehen, ist auch ein Druide etwas abseits zu erkennen. Und - da sitzt doch tatsächlich am selben Tisch wie ein Zwerg zwei Elfen! Und das ohne großen Streit.
Da kommt ein dicker teuer gekleideter Mann auf den Tisch zu. Nachdem er höflich gefragt hat, ob er sich setzten darf, nimmt er ohne auf Antwort zu warten Platz. Nachdem er Platz genommen hat, sieht er die Kneipenbesucher kurz einen nach dem anderen an. Er mustert die beiden Thorwaler und den Zwerg wohlwollend, den Streuner sieht er etwas argwöhnischer an. Die anderen beachtet er weniger. Nachdem er mit seiner flüchtigen Inspektion fertig zu sein scheint, meint er ohne einen von der Gruppe direkt anzusprechen: "Ihr seht mir aus, als würdet ihr euch langweilen. Vielleicht hätte ich da etwas für euch! Ich bräuchte ein paar mutige Recken als Reisebegleiter auf meinem Schiff. Das soll morgen Mittag nach Prem auslaufen - doch in der letzten Zeit sind immer wieder Schiffe im Premer Golf von Piraten überfallen worden. Daher würde ich auf dieser Fahrt gerne einige Leute mehr als üblich dabei haben. Wenn ihr wollt, könnt ihr mich für 100 Dukaten begleiten. Die Reise würde nur etwa zwei Wochen dauern - und ihr könnt nach Wunsch dort bleiben oder wieder mit zurückfahren. Was haltet ihr davon?"
Thamar, die gerade gelangweilt auf ihrem Hocker gekippelt hatte, ließ diesen mit einem lauten Krachen auf dem Boden zu stehen kommen. Aufgeregt rutscht die junge Hesinde-Geweihte hin und her, springt auf, geht ein paar Schritte, setzt sich und springt wieder auf. Verschwunden ist der traurige, müde Ausdruck, den sie eben noch gehabt hatte, und ihre schwarzen Augen sprühten vor Lebensfreude. Doch ihre Tischnachbarn beachteten sie nicht weiter...
So mustern alle erst einmal den "Dicken in den teuren Klamotten", wie Fyanna es so schön ausdrückt, sorgfältig. Cantos Ingramson ergreift als Erster das Wort, nachdem ein kurzer, prüfender Griff an den eigenen Geldbeutel ihm klargemacht hat, daß er Geld immer gebrauchen kann. Er stürzt sein Premer Feuer die Kehle hinab und wischt sich nach einem lauten Rülpser den Mund ab. "Das klingt gut, Freunde. Was meint ihr? Ein bißchen Wind um die Nase hat noch keinem geschadet. Vielleicht passiert ja etwas Außergewöhnliches und die Skalden werden über unsere Heldentaten singen. Wie ihr ausseht, könnt ihr das Geld auch gebrauchen." Nach der kurzen Ansprache wendet Cantos sich dem Mann zu: "Du meinst sicherlich, daß jeder von uns 100 Dukaten bekommt, oder? Wie ist die Verpflegung an Bord? Habt ihr genug zu trinken?"
Der Thorwaler Cantos Ingramson ergreift das Wort, nachdem ein kurzer, prüfender Griff an den eigenen Geldbeutel ihm klargemacht hat, daß er Geld immer gebrauchen kann. Er stürzt sein Premer Feuer die Kehle hinab und wischt sich nach einem lauten Rülpser den Mund ab. "Das klingt gut, Freunde. Was meint ihr? Ein bißchen Wind um die Nase hat noch keinem geschadet. Vielleicht passiert ja etwas Außergewöhnliches und die Skalden werden über unsere Heldentaten singen. Wie ihr ausseht, könnt ihr das Geld auch gebrauchen."
Doch der Mann grinst erst mal und meint: "Der Preis gilt eigentlich für alle zusammen, 100 Dukaten pro Nase seid ihr nämlich gewiß nicht wert. Jedenfalls nicht einfach so. Aber Verpflegung ist genug an Bord. Und natürlich auch der von Euch Thorwalern so geliebte Schnaps! Der wird natürlich nicht vom Lohn abgezogen, sondern ist umsonst - wenn ihr mitfahrt." Er holt eine Pfeife und eine silberne Tabakdose hervor und fängt an, die Pfeife zu stopfen. Dann zündet er sie an, während er wieder zuhört.
Der Firnelf Legolas ist zwar an Geld nicht weiter interessiert, seine Neugier auf die See jedoch läßt ihn sofort zustimmen. So fragt er den Kaufmann, ob es sich immer um die gleichen Piraten gehandelt hat und ob er mehr über die Piraten weiß. Auch Deion findet, daß sich das interessant anhört. Daher mischt er sich gleich ein: "Ist bekannt, was für Piraten und wieviel es sind?" "Nein, leider nicht. Daher möchte ich ja gerne einige Leute mitnehmen", antwortet der Mann und bläst den würzigen Rauch zur Seite.
Sabu, der Zwerg, ist eigentlich gerade mit seinem Bier beschäftigt, aber er hört interessiert der Einleitung des Mannes zu. Allerdings läuft ihm beim Gedanken, aufs offene Meer zu fahren, ein kalter Schauer über den Rücken. Alleine der Gedanke an das bevorstehende Abenteuer, für das er ja den weiten Weg nach Thorwal gemacht hat, läßt die Wasserangst verblassen. Daher entschließt er sich, in die Konversation einzutreten: "Guten Tag, mein Herr. Ist wirklich sehr interessant, Euer Angebot! Allerdings, müssen sie auch noch", er greift unter den Tisch und zieht eine junge schwarze Olporter hervor, "meine Hündin mitnehmen. Ich kann sie nicht hier lassen. Ach ja, ich heiße Sabu, und sie heißt Tira.", wobei er auf die Hündin zeigt. "Wann wollen wir denn abfahren?"
Der Händler wirkt erfreut über so viel Entschlußkraft. Er ruft den Wirt und bestellt eine Runde Bier und Schnaps nach Wahl. Dann antwortet er Sabu: "Mein Name ist Ettel Waldental. Und die "Seestolz" - das ist meine Knorre - soll morgen vormittag mit der ersten Flut auslaufen. Auch Tira sollte kein Problem darstellen. Hunde nehmen ja prinzipiell nicht so viel Raum ein... Pferde wären da schon etwas problematischer."
Jurge der Magier hat seinen langen, reichverzierten Stab zur Seite und seinen prallgefüllten Lederrucksack auf die Erde gelegt. Seinen fellgefütterten und von außen mit seltsamen Symbolen bestickten Umhang hängt er über die Lehne seines Stuhls. Dann betrachtet er die anderen am Tisch sitzenden Gestalten. Besonders die beiden Elfen mustert er interessiert. Bestimmt können sie ihm noch viel über ihre Heimat und über ihre Geschichte erzählen. Bei diesem Gedanken fangen seine grünen Augen an zu leuchten. Er hatte sich schon vorher freundlich als Jurge Eilitson aus Olport vorgestellt. Na ja, wie ein Thorwaler sieht er ja eigentlich nicht aus mit seinen schmalen Schultern und einer Körpergröße von nur 178 cm. Auch seine Haartracht zeichnet Jurge nicht als Thorwaler aus. Sein dunkelblondes Haar ist relativ kurz geschnitten und sein Gesicht ist gut rasiert. Als sich dann schließlich der fremde Mann an ihren Tisch gesetzt hat und von seinem Angebot berichtet, ist Jurge sofort hellauf begeistert. Prem wollte er ja eigentlich immer schon mal kennenlernen, und wenn er dafür auch noch bezahlt wird, um so besser. Außerdem gefiel im der Gedanke bei den beiden Elfen zu bleiben. Dann hätten sie sicherlich noch viel Gelegenheit sich über alles Mögliche zu unterhalten. Also sagt er sofort zu, den fremden Mann auf seinem Schiff zu begleiten und wartet gespannt darauf, wie die anderen sich entscheiden würden. An die Möglichkeit, daß es wirklich zu einem Piratenüberfall kommen könnte, verschwendet er keinen Gedanken. Ettel freut sich über magische Unterstützung: "Seid willkommen! Ich freue mich, einen Schüler der arkanen Künste auf der Seestolz begrüßen zu dürfen! Damit hatte ich eigentlich überhaupt nicht gerechnet." Er grinst in sich hinein.
Doch Deion will mehr und sagt deshalb nicht einfach so zu. Statt dessen versucht er den Preis hochzutreiben: "Also ein Spitzenlohn ist das ja nun nicht gerade. Wer Spitzenleute haben will, muß auch Spitzenlöhne zahlen. Da wir das Beste sind, was im Moment zu haben ist, halte ich 100 Dukaten pro Woche für angemessen! Hoffentlich ist genug Bier und auch Schnaps zur Wundversorgung vorhanden! Also was ist, sind wir uns einig?" Da schreitet Devon der Druide langsam aus dem Abseits hervor und blickt den Mann ernsthaft an. Nach ein paar Sekunden beginnt zu sprechen: "100 Dukaten? Ein bißchen wenig, findet ihr nicht auch?", fragt er die Gruppe. Devon schaut sich die Gesichter der Gruppe an. Die meisten scheinen ähnlich zu denken. Daher meint er zu dem Mann: "200 Dukaten für jeden und 100 für jeden im voraus, dann sind wir dabei!" Bevor der Mann antworten kann, mischt sich jedoch schon der Streuner Kuno ein: "Werter Herr, das klingt in der Tat nach einer verlockenden Beschäftigung. Ich bin ihr Mann! Aber können sie uns noch einige Informationen geben? Wie groß ist denn das Schiff? Was haben wir geladen?" Kuno wirkt sehr erfreut, daß sich ihm eine so günstige Gelegenheit für eine kleine Seereise bietet. Der Händler weiß zum Glück nicht, daß er es aus "beruflichen" Gründen für ratsam hält, eine Weil zu verschwinden.
Thamar spricht derweil ganz aufgeregt: "Prem, Prem - uralte Stadt. Handwerker, Tempel, Viadukte, Gartenbaukunst. Endlich eine Gelegenheit, etwas Neues zu sehen, soviel zu lernen. Wußtet ihr", wendet sie sich an den Mann, der die Gruppe angesprochen hatte, "daß der berühmte Architekt Nephrotar in Prem geboren ist? Oder daß die erste Rechtsbulle gegen die willkürliche Tötung von Sklaven in Prem verabschiedet wurde? Eine Revolution der Sozialordnung, die zu der damaligen Zeit weithin Aufsehen erregte." Thamars Wangen glühen. Dann beruhigt sie sich etwas. Sie schiebt ihr Stirnband zurecht, so daß unter den schwarzen Haaren jetzt die goldene Schlange auf grünem Grund sichtbar wird, die zu ihrer reichverzierten, grün-goldenen Kleidung paßt. Abschätzig betrachtet sie ihren Auftraggeber: "Nein, ein ungebildeter Mensch wie ihr weiß das wohl nicht. Ihr wißt ja noch nicht einmal, welchen Respekt man einer Gesandten der Götter entgegenzubringen hat." Ihre Augen funkeln. Einen Augenblick sieht es so aus, als ob sie den Auftrag ablehnen wollte. Dann lächelt sie: "Also gut, ich will Euch verzeihen, weil Ihr mir die Gelegenheit gebt, Prem zu sehen."
Fyanna zwinkert dann dem Mann zu: "Nun, ich denke, ein wenig Seeluft wird mir nicht schaden und ein neues Gewand von den 100 Dukaten auch nicht. So bin ich denn dabei." Diese Reise könnte interessant werden, denkt auch Ancoron so bei sich. Darum wird er das Angebot des Fremden gerne annehmen. Aber er fragt sich, warum dieser Kerl soviel Geld investieren will: "Entweder hat er zu viel davon, oder er verschweigt uns irgend etwas." Aber er denkt sich: "Aber was kümmert es mich, ich freue mich schon auf die Schiffahrt und hoffe, daß wir keine böse Überraschung erleben werden."
Endlich kommt Ettel wieder zu Wort. Er hört auf, sich mit der Pfeife zu beschäftigen. Deion ignorierend wendet er sich erst an Devon: "Das ist zuviel! Aber wenn wir den Piraten begegnen und ihr sie wirklich bekämpfen könnt, so habt ihr recht. Also schlage ich folgendes vor: 3 Dukaten pro Tag für jeden - und zusätzlich ein Prämie von 100 Dukaten extra wenn wir den Piraten begegnen und ihr sie besiegt!" Er wendet sich an Fyanna: "So kommt ihr zu eurem Kleid und ich gehe nicht bankrott."
Dann wendet er sich an die Hesinde-Geweihte: "Verzeiht, wenn ich euch nicht sogleich als das erkannt habt, was ihr seid." Er verneigt sich leicht. "Selbstverständlich wäre es mir eine Ehre eine Botin der Allwissenden auf der Seestolz zu begrüßen! Leider ist es nur eine Knorre und daher kann ich ihnen keine Kajüte anbieten. Aber es würde mich mit Freude erfüllen, wenn sie auf meinem Schiff nach Prem reisen!"
"Also, was ist mit euch?" Ettel wendet sich wieder an den Rest der Gruppe "Wer von Euch will anheuern? Jeder der mitmacht, bekommt 15 Dukaten Vorschuß! Und dann natürlich morgen rechtzeitig um 10 am Hafen sein! Die Seestolz liegt ganz am Ende des Hafens in Richtung des "alten Ugdalf", der Zwingfeste. Wer möchte, kann im "Efferds Trunk" neben dem Tempel am Hafen auf meine Kosten nächtigen. Das gilt natürlich nur für jene, die anheuern." Dann lehnt er sich abwartend zurück. Wieder fängt er an, seine Pfeife zu paffen und beobachtet die Tischnachbarn aufmerksam.

Der Wanderer klappt das Buch zu:

Er blickt auf und schaut Euch an: "Wenn Du mehr lesen willst, solltest Du besser direkt zum Archivar gehen...

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